Fokus auf geringe Folge- und Betriebskosten, Erhalt der Multifunktionalität, stärkere Einbindung der Öffentlichkeit: das sind in eine Kurzformel gebracht die Forderungen des Vorstandes des SPD Stadtverbandes für die Sanierung des Freibades in Lahde.




Wo die Zivilcourage keine Heimat hat, reicht die Freiheit nicht weit.
[Willy Brandt, SPD]
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Stadtverband
Fokus auf geringe Folge- und Betriebskosten, Erhalt der Multifunktionalität, stärkere Einbindung der Öffentlichkeit: das sind in eine Kurzformel gebracht die Forderungen des Vorstandes des SPD Stadtverbandes für die Sanierung des Freibades in Lahde.
Der Vorstand begrüßte in seiner jüngsten Sitzung ausdrücklich den Einsatz der Mittel aus dem Konjunkturpaket II für die Badsanierung, da so die Zukunft des Freibades langfristig gesichert werden könne, stellte der Stadtverbandsvorsitzende Jens Wölke heraus. Er wies darauf hin, dass es darum gehe mit der zur Verfügung stehenden Summe von knapp über einer Million Euro eine grundlegende Sanierung des Bades zu verwirklichen, nicht aber die Umsetzung eines vollkommen neuen Badkonzeptes.
Die Vorstands- und Ratsmitglieder Friedrich Lange und Ingo Ellerkamp betonten, dass es besonders wichtig sei, die Multifunktionalität des Bades zu erhalten, um es auch weiterhin für alle Nutzergruppen attraktiv zu halten. „Gerade für junge Familien und insbesondere die kleinsten Mitbürger ist es wichtig auch eine Lösung für das Kinderplanschbecken einzuplanen“, so Ellerkamp.
„Bei allen Planungen muss auch bedacht werden, dass mit der langfristigen Sicherung des Bades in den kommenden Jahren auch Investitionen in die anderen baulichen Anlagen wie den Umkleide- und Sanitärbereich notwendig werden“, ergänzte Lange.
Deutlicher ins Zentrum der Diskussionen gerückt wünscht sich der Vorstand der SPD die Betrachtung der Kosten für Betrieb und Unterhaltung des Bades. Hier sollten nach der Sanierung möglichst niedrige nachhaltige Kosten entstehen. Gerade bei einem möglichst einfachen und klaren Beckenzuschnitt, der auch in der Herstellung den geringsten baulichen Aufwand bedeuten würde, seien hier die wenigsten Probleme und damit auch die geringsten Folgekosten zu erwarten.
„Außerdem sind hoffentlich auch die Bemühungen um den Einsatz alternativer Energien zur
Wassererwärmung erfolgreich“, zeigte sich Vorstands- und Ratsmitglied Martin Sölter in Hinblick auf eine wünschenswerte Erhöhung der Wassertemperatur zuversichtlich.
Für das Projekt insgesamt sei es angesichts der schwierigen Haushaltslage unerlässlich den
vorgegebenen Kosten- und Zeitrahmen einzuhalten, dies gelte besonders mit Blick auf die
notwendige Abrechnung der Konjunkturpaket-II-Mittel bis Ende 2011.
Angesichts der zur Verfügung stehenden Mittel müsse darauf geachtet werden, dass die
notwendigen technischen Anlagen wie Filter und Pumpen in den vorhandenen Gebäuden Platz finden, erläuterte der stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Peter Thiele. Eine reduzierte Wasserfläche oder ein reduziertes Wasservolumen wäre hier eine mögliche Konsequenz.
Deutliche Kritik formulierte der Vorstand am bisherigen Planungsprozess. Bürgermeister und
Verwaltung würden sich unnötigerweise auf eine Planungsvariante versteifen, ohne dass –
zumindest öffentlich – eine echte Alternativplanung vorliege. Außerdem sei in dem bisherigen Planungsprozess die interessierte Öffentlichkeit nicht genügend eingebunden und beteiligt worden. Das von vielen Bürgerinnen und Bürgern geäußerte Gefühl, dass die Entscheidungen über die zukünftige Gestaltung des Bades bereits vor Beratungsbeginn
feststünden, über die Köpfe der Betroffenen hinweg entschieden werde und eine ernsthafte
Betrachtung alternativer Entwürfe nicht stattfände, sei ein deutliches Zeichen für diese Defizite.
Hier wäre es vielmehr wichtig und richtig ein transparentes Verfahren unter Einbeziehung des Wissens und der Vorschläge der Menschen vor Ort und eine aktivere Öffentlichkeitsarbeit durchzuführen.
Dieser Weg stünde ja noch offen, kündigte der SPD-Vorstand eine weiterhin positivkonstruktive Begleitung des Projektes Freibadsanierung an, da der eigentliche
Planungsprozess mit dem Planungsauftrag an das Fachingenieurbüro ja erst beginne.